Unterschiede zu nicht homöopathischen Arzneimitteln

globuli

Die homöopathischen Arzneimittel sind energetische Arzneimittel. Das bedeutet, dass sie im Gegensatz zu den allopathischen Medikamenten keinen oder nur sehr wenig Wirkstoff einer bestimmten Heilsubstanz enthalten: Sie beinhalten die Information, die der Organismus braucht, um sich selbst zu heilen. Ich nenne diese Information Heilungsimpuls.

Die homöopathischen Arzneimittel haben keine Nebenwirkungen bei alleiniger Einnahme und keine Wechselwirkungen bei gleichzeitiger Einnahme von allopathischen Medikamenten. Außerdem können sie unabhängig vom Alter des Patienten eingenommen werden. Mein jüngster erfolgreich homöopathisch behandelter Patient war vier Tage alt, meine älteste erfolgreich homöopathisch behandelte Patientin war 93 Jahre alt. Das bedeutet aber auch, dass Kranke, die Medikamente einnehmen, die man nicht risikolos absetzen kann (zum Beispiel starke Medikamente zur Blutdrucksenkung, zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen, zur Blutverdünnung, starke Antidepressiva usw.) trotzdem von der wunderbaren homöopathischen Heilwirkung profitieren können, ohne diese Medikamente sofort absetzen zu müssen.

Ich behandelte sogar ein kleines Mädchen homöopathisch, das als Säugling eine Lebertransplantation hatte und seitdem Medikamente einnehmen muss, die verhindern, dass der Körper die Leber abstößt. Dadurch hatte sie sehr oft unter Infekten zu leiden. Bereits nach wenigen Monaten homöopathischer Behandlung zeigten sich die ersten Erfolge, ohne jedoch die Wirkung des Immunsuppressivums zu stören.  Mittlerweile sind drei Jahre vergangen, und Lisa ist eins der Kinder in ihrer Schulklasse, das am seltensten krank wird. Und das trotz des allopathischen Medikaments Sandimmun.

Die homöopathischen Arzneimittel haben einen heilenden Einfluss auf den gesamten Menschen. Ein homöopathisch richtig gewähltes Arzneimittel wirkt heilend auf die Psyche des Kranken, auf seinen Energiehaushalt, seinen Stoffwechsel, sein Allgemeinbefinden und auf seine körperlichen Leiden. Die Homöopathie ist in der Tat eine ganzheitliche Heilmethode: Ein Arzneimittel wirkt für alle Beschwerden des Patienten.

Die homöopathischen Arzneimittel stimulieren den kranken Organismus außerdem, sich selbst zu heilen. Angeregt durch den richtigen Heilungsimpuls, beginnt der Organismus, sich selbst zu reparieren, indem er das gesamte Immunsystem auffordert zu prüfen, ob irgendwo im Organismus krankhafte Prozesse vorliegen. Ist das der Fall, beginnt er selbst, diese Schäden zu beseitigen, was man Selbstheilung nennt. Während der Selbstheilung steuert und bestimmt der kranke Organismus sowohl die Intensität als auch den Ort des Heilungsgeschehens selbst. Dabei kann es vorkommen, dass aktuelle Krankheitsprozesse in ihrer Intensität vorübergehend stärker erscheinen oder frühere, alte Krankheiten noch einmal durchlebt werden. Diese Phase wird von Unwissenden oft als homöopathische Erstverschlimmerung bezeichnet. Für den gewissenhaften Homöopathen stellt sie jedoch eine Reaktionsphase der Selbstheilung dar. Prognostisch ist diese Phase sehr positiv zu bewerten. Sie zeigt an, dass die Therapie angeschlagen hat und die Lebenskraft des Patienten stark genug ist, sich selbst zu heilen. Die Reaktionsphase der Selbstheilung tritt aber nur bei krankhaften Störungen des Organismus auf, die früher nicht oder nicht vollkommen ausgeheilt worden sind. Es scheint für das Immunsystem dabei keine Rolle zu spielen, ob diese unausgeheilte krankhafte Störung zwei Stunden, zwei Tage oder 20 Jahre vor der Einnahme des homöopathischen Arzneimittels stattgefunden hat - wenn sie vorhanden ist, wird sie behoben.

Für die vorsichtigen Patienten sei jedoch gesagt, dass nicht jede Krankheit, die man im Leben gehabt hat, unausgeheilt geblieben ist und während der homöopathischen Kur wiederkommt. Das Wiedererscheinen alter, unausgeheilter Krankheiten ist nur eine von drei Formen, wie eine erfolgreiche homöopathische Kur ablaufen kann. Die drei Arten der homöopathischen Heilung werden als das Hering'sche Gesetz bezeichnet und im Kapitel "Die Grenzen der Homöopathie" beschrieben.

Wichtig ist weiterhin, dass die homöopathischen Arzneimittel harmonisierend auf den gestörten Organismus wirken. So gibt es Krankheiten, die durch einen Überschuss beziehungsweise eine Überreaktion des Organismus auf irgendeiner Ebene gekennzeichnet sind. Diese Krankheiten nenne ich Hyperkrankheiten - wie zum Beispiel Hypertonie (hoher Blutdruck), Hyperacidität (Übersäuerung des Magens) oder Hyperthyriose (Schilddrüsenüberfunktion). Allergien sind auch durch eine Überreaktion des Immunsystems auf bestimmte Stoffe gekennzeichnet. Der richtige Heilungsimpuls bewirkt bei diesen Hyperkrankheiten, dass der Organismus die Überreaktion bemerkt, sie als krankhafte Störung einordnet und sie schließlich behebt.

Weiterhin gibt es Krankheiten, die durch einen Mangel des Organismus auf irgendeiner Ebene gekennzeichnet sind. Diese Krankheiten werden von mir als Hypokrankheiten bezeichnet - wie zum Beispiel Hypotonie (niedriger Blutdruck), Hypothyriose (Schilddrüsenunterfunktion) oder Obstipation (Verstopfung), die durch eine Darmschwäche hervorgerufen wird. Auch eine Neigung zu häufigen Erkältungen, wiederkehrenden Mittelohrentzündungen und häufigen Bronchitiden zeichnet sich durch einen Funktionsmangel des Immunsystems aus. Hierbei bewirkt der richtige Heilungsimpuls wiederum, dass der Organismus den Mangel erkennt, ihn als krankhafte Störung klassifiziert und behebt.

Betrachtet man jede Krankheit als eine energetische Störung des ganzen Organismus, so wird man fast immer auf einer Ebene eine Überreaktion, auf einer anderen einen Mangel feststellen können. Unter der homöopathischen Behandlung kann der Organismus den Überschuss abbauen und den Mangel beseitigen.