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Weichmacher im Kinderurin |
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Quelle: dpa,
05.11.2008
Weichmacher im Kinderurin
Viele Kinder in Deutschland sind laut einer Studie des
Umweltbundesamtes zu stark mit bestimmten Weichmachern belastet. Zu
diesem Ergebnis kam eine Untersuchung von 600 Urinproben von 3- bis
14-Jährigen.
Die
Mengen einiger dieser gesundheitsschädlichen Chemikalien lägen über
verschiedenen Schwellenwerten, sagte die Mitautorin der Studie, Kerstin
Becker, am Dienstag in Berlin. «Da gibt es Handlungsbedarf.» Die
Phthalate, die untersucht wurden, dienen als Weichmacher im PVC, andere
finden sich auch in Nagellack oder Tablettenkapseln. Generell seien
Weichmacher in allen 600 Proben gefunden worden, hieß es. 1,5 Prozent
der Kinder hatten demnach in ihrem Urin einen erhöhten Wert (>HBM1)
der als fruchtschädigend eingestuften Diphthalate (DEHP).
Beim Dibutyl, wie es in Lacken, Weichmachern und Kapseln vorkommt,
wurde der von der Europäischen Lebensmittelbehörde empfohlene
Höchstwert für die tägliche Dosis (TDI) in rund 12 Prozent der Fälle
überschritten. Tendenziell waren die jüngeren Kinder zwischen drei und
sechs Jahren höher belastet als die älteren. Im Spielzeug für Kinder
bis drei Jahren ist der Weichmacher DEHP verboten. Trotz sinkender
Tendenz ist er aber weiter in vielen Alltagsprodukten aus Kunststoff im
Einsatz.
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